Warum ein weiterer Elternkontroll-Dienst?

ANMERKUNG DER GRÜNDER · KARLSRUHE, 2025

Weil Apple Screen Time clientseitig ist und jedes 13-jährige Kind auf YouTube weiß, wie man es in 90 Sekunden umgeht.

Wir haben drei Jahre lang zugeschaut, wie unsere Kinder dieselbe Trickkiste benutzt haben wie ihre Freunde: Zeitzone umstellen. Code abschürfen. Gerät zurücksetzen. Profil löschen. Jedes Mal zurück auf Null.

Apple lässt das zu, weil Screen Time für Selbstkontrolle konzipiert ist, nicht für Fremdkontrolle. Für Firmen-iPhones hat Apple ein anderes System: MDM — Mobile Device Management. Damit kann ein Arbeitgeber Apps serverseitig sperren, die Einstellungen einfrieren, das Gerät bei Verlust löschen. Unumgehbar. Vom Gerät aus nicht wegklickbar.

Wir fanden: was für Unternehmen erlaubt ist, sollte für Eltern auch gehen.

Die drei Regeln der Plattform

Was wir technisch tun

Wir betreiben einen self-hostbaren MDM-Stack: NanoMDM + NanoSCEP + NanoDEP, plus einen Scheduler, der Geräteprofile nach Zeitplan erneuert. Dein Familien-iPhone meldet sich stoisch jede Stunde. Wenn die Bedtime-Regel greift, rollt ein Install-Profile-Command aus, der Apps per Bundle-ID ausblendet. Kein App-Icon, kein App-Start. Vom System, nicht von einer höflichen Pop-up-Warnung.

Protokoll
Apple MDM / SCEP / DEP
Backend
NanoMDM · Go
Scheduler
Python + Cron
Frontend
Next.js + MongoDB
Hosting
Karlsruhe, DE
Datenschutz
DSGVO Art. 25

Wo die Grenze ist

Wer seinem Kind MDM installiert, sollte das Gespräch führen.

— ANTICIPATER GmbH

Die Technik ist das kleinere Problem. Die größere Frage ist, wann man so ein Werkzeug überhaupt braucht, und wann ein ehrlicher Satz am Küchentisch mehr bewirkt. familydevice soll das Gespräch ermöglichen, nicht ersetzen: Ein Kind, das um 15 Minuten Instagram bittet, weil es mit Oma videotelefonieren will, lernt zu fragen statt zu umgehen. Das ist die eigentliche Disziplin — die bleibt.

Gebaut in Karlsruhe, Baden-Württemberg.

familydevice